anja fromm

anja fromm

Die Kurvenjagd

Ein Leben ohne Motorradfahren?

Nein, das kann ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Seit 1998 bin ich mit diesem Virus infiziert und es ist kein Ende in Sicht.
Klassischerweise habe ich mit 34 PS auf einer Honda CB 500 angefangen und das hat auch erst mal vollkommen ausgereicht. Nach zwei Jahren musste aber dann doch der erste "Joghurtbecher" her und die Wahl fiel auf die Honda CBR 600 PC35. Kurvenfoto
Nach der dritten CBR-Saison habe ich mich 2003 regelrecht in die Suzuki GSX-R 750 K3 verguckt und nach einer Probefahrt war klar, dass ein neues Pferd in den Stall muss. Die 3/4 Gixxe, quasi der Ur-Supersportler schlechthin, war einfach der perfekte Kompromiss zwischen einer 600er und 1000er.
Die K3 bewege ich seit 2007 (leider viel zu selten) nur noch auf der Rennstrecke und für die Landstraßen-Fahrerei folgte daher im Frühjahr 2007 eine GSX-R 750 K6.
Ab 2011 und nach 11 Supersportler-Jahren verspürte ich Lust auf etwas komplett Neues und landete bei der Supermoto Aprilia Dorsoduro 750 ABS - meine erste V2. Leider hielt diese Liaison nicht lange. Italiener bauen sehr hübsche, aber wohl nach wie vor unausgereifte Motorräder. Ich hatte jedenfalls innerhalb kürzester Zeit nur Ärger mit der DD und das bei einem nagelneuen Motorrad. Nach 1,5 Jahren durfte die Italienerin wieder ausziehen. Schade, denn sie hat enorm Laune gemacht.
Und wie ging's dann weiter? Die Auflösung findest Du weiter unten :-)
Auch klar und für mich vollkommen selbstverständlich, dass ich keinen Meter ohne ordentliche Motorradklamotten unterwegs bin.

Was macht die Faszination aus?

Die besondere Form der Entspannung kombiniert mit höchster Konzentration, in der Schräglage das spezielle Kribbeln spüren, am Fahrkönnen arbeiten und hin und wieder die kleinen Fortschritte wahrnehmen, die gewisse Art von Freiheit erleben, traumhafte Landschaften durchqueren und die Freude am Fahren auch mit Freunden teilen - das ist für mich die Faszination des Motorradfahrens.

KTM 990 Supermoto R ABS, Modell 2013

KTM 990 Supermoto R Nachdem der italienische V2 ein Griff ins Klo war, rückte 2013 die Dame aus Österreich ganz schnell ins Visier und nach zwei ausgiebigen Probefahrten war, wie der Schwabe so schön sagt, alles geschwätzt. Und schwupps, "schon" stand meine allererste Kilo namens Kati in der Garage.
Wahnsinn, das hätte ich mir auch nie träumen lassen...
Die SMR ist ein Straßenräuber par excellence, sie ist tourentauglich inkl. klasse Handling, die Sitzposition ist für mich perfekt und die Lackierung ist etwas besonderes. Der V2-Sound gefällt sowieso und der hammer Druck von unten heraus darf natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Und was auch richtig schön ist: man sieht die SMR relativ selten auf der Straße.

KTM 990 Supermoto R Neben der Kurvenhatz' überwiegend im Schwarzwald und in den Löwensteiner Bergen unternehme ich auch gerne mehrtägige Touren mit Freunden und Arbeitskollegen.

Meine Gixxe K3 habe ich 2006 nach der Kiesbettprobe bei einem Sportfahrertraining reparieren lassen und ich werde sie nur noch für die Rennstrecken-Fahrerei einsetzen. Hier wird sie schließlich auch artgerecht gehalten.
Das ist nun die perfekte Mischung - den Straßenräuber für die Landstraße, den Kurvenjäger für die Rennstrecke.

Bleibt eigentlich nur noch zu sagen: READY TO >> RACE ;-)